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Träff 55 plus mit Anton Möckel sen. vom 27. Mai 2019

Der Verein Alterszentrum Würenlos lud zu einem Filmvortrag von alt Gärtnermeister Anton Möckel ein. Ein Film über die Entwicklungsgeschichte der Gartenkunst, den Möckel über viele Jahre mit  Sorgfalt und Fachwissen auf seinen Reisen mit seiner Familie nahezu rund um die Welt gedreht hat. Er beinhaltet eine besondere Auswahl von den schönsten Anlagen aus der Gartenkunstgeschichte aus verschiedenen Epochen. Die Zuschauer werden durch die Gärten geführt mit informativen gesprochenen Erläuterungen und passender Musik. Beginnend mit Kunstbildern vom Paradies, geht es weiter zu den  Hängenden Gärten von Babylon, den Ägyptischen und Persischen Gärten, den prunkvollen, sich gegenseitig übertreffenden Gärten der Schlösser in Europa in Barock und Rokoko, den Klostergärten und fernöstliche Gärten, dem Landschaftsgarten bis hin zum Bauern- und Naturgarten. Die Sehnsucht nach einem paradiesischen Garten ist über alle Jahrhunderte geblieben. Wer Freude am Gärtnern hat, kann auch bei sich zu Hause in seinem Garten, ob gross oder klein, einem Balkon oder einer Terrasse, sich die Natur in die Nähe holen zum Hegen, Pflegen, Beobachten, Erholen und Träumen.

Beim anschliessenden Apéro wurde wie gewohnt frohe Geselligkeit gepflegt und rege Gedanken ausgetauscht.                                                           

Alexandra Zihlmann

Träff 55 plus vom 25.3.19 mit Bruno Brader

 

Als wahres Multitalent entpuppte sich Bruno Brader in der Alten Kirche. Zwischen seiner Erzählung aus seinem vielseitigen Leben sang er als Prinz von Arkadien aus der Operette „Orpheus in der Unterwelt“ und als Minnesänger aus dem Festspiel der 1100 Jahr-Feier.

Geboren am 5.12.39 wuchs Brader mit zwei jüngeren Geschwistern im Albisgüetli in Zürich auf. Er besuchte das Gymnasium in der Klosterschule in Einsiedeln und sang als Sängerknabe im Chor. Bald erkrankte er jedoch an Tuberkulose und musste zur Kur nach Davos. Danach kam er die Sekundarschule in Zürich und anschliessend in die Kunstgewerbeschule und absolvierte eine Schriftsetzerlehre.

In der Tanzschule lernte er seine Frau Vreni kennen und sie bezogen ein Bungalowhaus in Würenlos, wo sie noch heute leben. Zwei Knaben wurden ihnen geschenkt, Reto und Urs.

Brader liebt den Gesang. Er sang im Kirchenchor, später in verschiedenen Operetten. Auch Theaterspielen gehörte zu seinen Hobbys. Unter der Regie von Anneliese Romanelli trat er in mehreren Theatern auf und im Mysterienspiel „Adam wo bist du“ von Josef Rennhard spielte er im Jahr 2001 den Narren.

Auch politisch war Brader als Gemeinderat und Schulpflegepräsident tätig und half bei der Würenloser Ortsgeschichte beim Umbruch mit. Brader übernahm 1980 mit seiner Frau die Offsetdruckerei seines Schwiegervaters und kam als KMU in den Verwaltungsrat der Raiffeisenbank. Ihre Druckerei spezialisierte sich auf die Herstellung von Kreditkarten.

Seine zwei Enkel, Ferien und Reisen seien jetzt im Alter mit seiner Frau das Allerschönste und mit Turnen und Fitnesstraining halte er sich fit. Auch das Kochen zwei Mal die Woche gehöre dazu. In Würenlos fühlen sie sich auch heute noch sehr wohl und gut aufgehoben.

Mit einem kräftigen Applaus wurde Bruno Braders unterhaltsamer Vortrag von den zahlreichen Besuchern herzlich verdankt. Der anschliessende Apéro lud noch zum Verweilen und zur Kontaktpflege ein, was gerne befolgt wurde.

Alexandra Zihlmann

Träff 55 plus vom 28. Januar 2019

Einen vielseitigen Lebenslauf zeichnete Markus Hugi vor zahlreichem Publikum in der Alten Kirche auf. Aufgewachsen ist er mit zwei jüngeren Geschwistern im schmucken Dörfchen Oberwil bei Büren a. A. in einem stattlichen Bauernhaus, das einst als Oelmühle diente. Seit 32 Jahren lebt Hugi glücklich in Würenlos und hat sich über Kommissionen, Schulpflege, Kirchenpflege und seit drei Jahren als Gemeinderat ins öffentliche Leben eingebracht.

Nach der Matur an der Kantonsschule Solothurn absolvierte Markus Hugi an der ETH Zürich ein Physikstudium. Nach Diplomarbeit und Dissertation als Kernphysiker folgte eine zweijährige Postdoc-Stelle an der Indiana University in Bloomington (USA). Anschliessend arbeitete er im Auftrag der University of Alberta in Edmonton (Kanada) für zwei Jahre an der Kernforschungsanlage TRIUMF in Vancouver.

Zurück in der Schweiz, trat er eine Stelle im europäischen Kernforschungszentrum CERN in Genf an. Hier wird am Ursprung des Universums geforscht: Selbst starke Teleskope erfassen die Materie erst 380'000 Jahre nach dem Urknall. Mit der beeindruckenden Einrichtung am CERN gelingt es, Einblick in die allerersten Phasen des Urknalls zu nehmen.

Bei der damaligen Motor Columbus Ingenieurunternehmung, später bei der Nagra und zuletzt beim Ensi befasste sich Hugi während 30 Berufsjahren mit der Sicherheit von geologischen Tiefenlagern. Die radioaktiven Abfälle stammen nicht nur aus Kernkraftwerken, sondern auch aus Medizin, Industrie und Forschung. Bis ein geeigneter Standort für ein Tiefenlager zur Verfügung steht, werden die Abfälle im Zwischenlager in Würenlingen gelagert. Im Felslabor Mont Terri werden seit 30 Jahren wissenschaftliche Experimente durchgeführt, um Informationen über den dort vorkommenden Opalinuston zu gewinnen. Dieses Gestein erfüllt die Anforderung, die radioaktiven Abfälle für mindestens eine Million Jahre sicher einzuschliessen.

Am Schluss durfte Markus Hugi einen langen Applaus für den überaus spannenden Vortrag entgegennehmen.

Alexandra Zihlmann